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Author Topic: Shrivas Pandit Erscheinungstag in Deutsch  (Read 922 times)
Rohinisuta
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« on: March 25, 2008, 12:09:52 PM »

Shrivas Thakur
Erscheinungstag 30. März

Shrivas Pandit ist eine Inkarnation Narada Munis. Wie immer ist Narada dabei, wo immer die Spiele des Herrn stattfinden. Er gehört zum Panca Tattva. Der Herr kommt nie alleine in diese Welt. Er bringt immer Seine Erweiterungen – avatars, shaktis und bhaktas – mit Sich.

panca-tattvatmakaà krishnaà, bhakta-rupa-svarupakam
bhaktavataraà bhaktakhyaà, namami bhakta-shaktikam

Dies ist das Panca-tattva pranam - das Gebet an die Höchste Wahrheit (tattva), die Sich in fünf Persönlichkeiten manifestiert hat: Sri Krishna Caitanya Mahaprabhu, Sri Nityananda Prabhu, Sri Advaita Acarya, Gadadhara Pandit, und allen Geweihten, angeführt von Shrivasa Thakur.
 
•   Bhakta-rupa: Sri Caitanya, Krishna, als Geweihter
•   Bhakta-svapupa: Nityananda Prabhu, Krishnas unmittelbare Erweiterung, als Geweihter
•   Bhakta-avatar: Advaita Acarya, Seine erste Inkarnation, als Geweihter
•   Bhakta: Shrivas Thakur, als reiner Gottgeweihter
•   Bhakta-shakti: Gadadhar  Pandit, die innere Freuden Energie Krishnas, als Geweihter

All diese Fünf Persönlichkeiten sind Manifestationen der Einen Absoluten Wahrheit, dem para-tattva Sri Krishna. Als solche sind sie alle gleichermassen verehrungswürdig. Gott ist Gross und Mächtig, doch Sein ermächtigter Geweihter, der dem Herrn lieber ist als Sein Selbst, lässt Sich durch die Liebe (bhava) Seiner Geweihten beherrschen. Deshalb nennt man einen solchen Geweihten auch Bhagavan. Denn er ist ausgestattet mit den Kräften des Höchsten Herrn. Was immer solch ein Geweihter wünscht ist selbstlos und der Herr ist immer bestrebt diese Wünsche zu erfüllen. Weil Gott und Seine Geweihten ein Team sind, ist der Wunsch oder Plan eines Geweihten, identisch mit Gottes Wunsch.

Wenn immer der Höchste Herr als Avatar erscheinen möchte schickt Er zuerst einige von Seinen Geweihten voraus, um den Weg für Seine Mission vorzubereiten. Diese Persönlichkeiten dienen Ihm dann als Vater und Mutter wie Jagannatha Mishra und Sacimata; als Guru wie Ishvara Puri; als Ursache Seines Kommens, die lauten Gebete von Advaita Acarya; als Wegbereiter wie Shrivas Thakur, und Madhavendra Puri der quasi den Samen legte für Sri Caitanyas Bhaktibaum.

Shrivas Prabhu lebte zuerst in Kumarhatta, Bengalen. Er hatte noch drei Brüder die alle auch ewige Gefährten des Herrn sind: Shriram, Shrinath und Shrinidhi. Seine Frau ist Malini-devi, die eine enge Freundin von Sacidevi war. Noch vor dem erscheinen Gaurangas, liess sich die ganze Familie in Mayapur nieder, in der nähe vom Yoga-pita, dem Geburtsort und Haus von Sacinandana Gaurahari. Sein Haus wurde berühmt als Shrivasangam. Dort versammelten sich jeden Tag die Vaishnavas die nach und nach sich auch in Mayapur niederliessen, angeführt von Advaita Acarya, um für die Niederkunft des Herrn zu beten. So wurde dieser Ort die Geburtsstätte der Sankirtan-Bewegung.

Die lauten Kirtans die dort täglich stattfanden, erregten in der Nachbarschaft ziemliche Aufregung, denn niemand, weit und breit, hatte das Yuga-dharma harinama-sankirtan verstanden. Denn dies geschah ja alles vor dem erscheinen von Sri Caitanya. Diese Leute verehrten meistens gewisse Devas und Devis, Götter und Göttinnen, von denen sie materielle Segnungen erflehten. Sie wussten damals noch nicht, dass wenn man den Höchsten Herrn, Sri Krishna verehrt, dadurch auch alle Götter zufrieden gestellt sind, denn Er ist ja auch ihr Herr (deva-deva). Genauso, wenn man die Wurzeln eines Baumes bewässert, dadurch auch alle anderen Teile des Baumes bewässert werden, so wird der Höchste Herr, die Ursache aller Ursachen oder Wurzel (mula) allen Lebens, zufrieden gestellt, durch yajna oder Opferdarbringungen. Das Opfer für das heutige Zeitalter oder Yuga ist die Durchführung des Sankirtan Yajmas. Und es heisst „tasmin tushta jagat tushta“ – wenn Gott zufrieden gestellt ist, dann wird auch alles andere, mit Ihm verbundene zufrieden sein. 

Doch die Leute zu der Zeit - obwohl sie in Navadvipa lebten, der Hochburg der damaligen Intellektuellen oder Pandits - waren über diesen Vorgang in totaler Unwissenheit. Ja, diese Brahmanen wurden wütend über das laute chanten der Vaishnavas in ihrer Nachbarschaft. Sie dachten dies ist doch nicht die Pflicht eines Hindus. Man sollte den Höchsten Herrn nicht stören durch das laute rufen, denn so weckt man Ihn nur auf, von Seinem göttlichen Schlaf auf dem Milchozean. Und dann wird Er zornig werden und uns in grosses Leid stürzen. Eine andere Sorge war noch, dass die Regierung, die damals von Muslimen gebildet wurde und ganz Bengalen beherrschte, verärgert würde und dann die Hindukultur wieder unterdrücken würde. Die Kasten-Brahmanen (smartas) waren natürlich auch noch besorgt wegen ihren eigenen Interesse, denn wenn alle Hare Krishna chanten würden, wären sie nicht mehr die alleinigen Autokraten über das Hindu-Dharma. Sie dachten, nur jemand der ein Brahmane ist kann chanten, aber nur für sich selber. Nicht laut. Die Ausnahme, dass ein nicht-brahmana chanten durfte war, wenn er oder sie ein bad in der Ganga nehmen – speziell während einer Mond oder Sonnenfinsternis. Weil der heilige Gangesfluss reinigt einem von allen Arten von Verunreinigungen und Sünden.

So, ausgerechnet zu der Zeit – während einer Mondfinsternis - ist Sri Gaurahari in Navadvip erschienen um das Yuga-dharma einzuführen. Alle Hindus und Nicht-Hindus chanteten dann bewusst oder unbewusst den Heiligen Namen Hari Hari Haribol!

Wem in dieser Welt ist es möglich, das vorhaben Krishnas und Seiner Geweihten zu stoppen? Einige von diesen Leuten wollten Shrivas und seine gesamte Familie von Navadvip vertreiben und Sein Haus in die Ganga werfen. Doch sie kamen nicht dazu. Die Vaishnavas chanteten fröhlich und zugleich auch wehmütig im Haus von Shrivas. Sie verspürten alle eine starke Trennung von Ihrem Herrn, den sie sehnlichst herbeiflehten, um diesen Menschen den Vorgang der Gottesliebe zu schenken. Aufgrund der Gebete dieser ursprünglichen Gruppe von Bhaktas, angeführt von Shrivas Pandit und Advaita Acarya, ist der Herr von Vaikuntha herabgestiegen zur Zeit des Vollmondes im Monat Phalgun Februar/März. Zur Zeit Seines Erscheinens ertönte überall das laute chanten des Heiligen Namens.

Gauranga und Nityananda trafen Sich mit den anderen Bhaktas im Haus von Shrivas und führten jeden Abend prema-kirtan durch. All dies geschah hinter verschlossenen Türen. Denn der Herr wünschte, dass nur Seine intimsten Geweihten im kirtan anwesend sein durften um die ekstatischen Manifestationen Seiner mahabhava zu sehen.

Während eines kirtans gab ein Sohn von Shrivas seinen Körper auf. Doch Shrivas wollte Gauaranga nicht stören in Seinem kirtan. Doch plötzlich hörte der Herr auf zu tanzen und sagte, dass etwas nicht stimme. Als Er dann erfuhr das Shrivasas Sohn Gopal seinen Körper verliess, ging Mahaprabhu schnell zu dem toten Körper des Jungen und nahm ihn auf Seinen Schoss. Seine Hand auf den Kopf des Leichnams legend, sagte Er „wach auf!“ Somit kam die Seele des Jungen wieder zurück in dessen Körper. Gaura fragte den Jungen wieso er denn solch einen guten Vater wie Shrivas verliess? Der Junge antwortete, dass es sein gutes karma war, im Hause Shrivasas geboren zu werden, doch jetzt sei seine Zeit vorbei und müsse jetzt an einen anderen Ort. Dann gab er seinen Körper auf und ging zu seiner nächsten Destination. Alle waren erstaunt über das soeben gehörte und gesehene. Dann sagte Gauranga zu Shrivas, „du hast soeben einen Sohn verloren, doch Ich und Nitai werden niemals von dir gehen.“ Nach diesem Ereignis ging der kirtan wieder weiter.

Eines Tages wollte ein Brahamacari, der neugierig war den Kirtan zu sehen, hineinkommen, doch die Türe war verschlossen. Als er klopfte, öffnete Shrivas in Tür und hörte das begehren des brahmacaris den kirtan Mahaprabhus zu sehen; er sei sehr entsagt und nehme nur Milch als einzige Nahrung zu sich. Als Shrivas Gauranga fragte, ob er reinkommen dürfe, erwiderte Er, dass man Ihn durch tapasya und eingeschränktem  Essen und nur Milch zu sich zunehmen, nicht erreichen könne. Als Shrivas dem brahmacari diese Botschaft überbrachte, wurde dieser sehr traurig und ging weg. Doch auf dem Weg dachte er, wie verdammt er sei, dass es ihm nicht ermöglicht sei Gaurangas kirtan zu sehen und er bereute, dass er so stolz war auf seine Entsagung. Mahaprabhu, der die Überseele in jedem Herzen ist, sagte dann plötzlich zu Shrivas, hole den Jungen rein, er ist jetzt qualifiziert.

Eines Tages kam ein Brahmane der auch neugierig war zu sehen was da von sich geht. Doch er kam nicht hinein. So mutmasste er, was da drin alles vor sich gehen müsse. Wieso machen die solch einen krach? Dann ging er verärgert weg.

Eines Morgens als derselbe Brahmane Nimai Pandit am Ufer der Ganga traf, hielt er an seiner Brahmanenschnur und verfluchte Nimai, dass er jeglicher Familienfreuden beraubt werde, weil er einen Brahamen nicht hineinliess. Deshalb war dies ein Grund, dass Sri Caitanya das Zuhause verliess und sannyasa annahm. Dies wird im Srimad Bhagavatam beschrieben:

tyaktva su-dustyaja-surepsita-rajya-lakshmim
dharmishtha arya-vacasa yad agad aranyam
maya-mriga dayitayepsitam anvadhavad
vande maha-purusha te caranaravindam

Ich erweise meine Ehrerbietungen den Lotosfüssen des Höchsten Herrn. Um den Worten eines Brahmanen willen, verliess Er Sein Zuhause und Ehefrau die die höchste Glücksgöttin ist und zog in den Wald, um dort die gefallenen Seelen zu retten, die durch den Einfluss von maya, ihre Orientierung verloren haben.  (SB 11.5.34)

Natürlich war dies nur ein Vorwand des Herrn, damit Er sannyasa annehmen konnte. Es gibt niemanden der Ihn verfluchen kann. Es gibt nichts wovon Er Sich lösen müsste, denn Er ist das liebste eines jeden Lebewesens. Und eigentlich verlässt Er niemanden; Er ist immer da für Seine Geweihten. Alles geschieht gemäss dem Wunsch des Herrn. Somit benützte Er diesen Fluch um Seine Mission auszuführen.

All die Vaishnavas die von Shrivas angeführt wurden, waren sehr traurig über das fortgehen des Herrn, und meisten von ihnen verliessen Navadvip ebenfalls. Das aprakrita-lila findet natürlich ewig statt dort. Diejenigen die die Augen dazu haben, können es auch heute noch sehen.

Shrivas zog dann wieder nach Kumarhatta. Jedes Jahr trafen sie Mahaprabhu dann in Puri, wo ein grosses Sankirtan Festival stattfand in der Gemeinschaft des Herrn.

Dies war natürlich nur einen kleinen Überblick, was in Shrivasas Haus alles von sich ging. Dieses eine Jahr, während all diese Treffen dort stattfanden mit Sri Gaurahari, ist unbegrenzt.  Dort fand auch das Mahaprakasha Festival statt, als Sri Caitanya alle Seine göttlichen Manifestationen entfaltete und Seinen Geweihten Seine Segnungen gab. Aber darüber ein anderes Mal.



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